Prinzessin Feodora - Nach Sternen jagen...: Ein Leben als Schwester der letzten deutschen Kaiserin: Ein Leben als Schwester der Deutschen Kaiserin


 
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Alle meine Rezensionen ansehen Rezension bezieht sich auf: Prinzessin Feodora - Nach Sternen jagen...: Ein Leben als Schwester der letzten deutschen Kaiserin: Ein Leben als Schwester der Deutschen Kaiserin (Gebundene Ausgabe) Thomas Weiberg hat sich nach der verdienstvollen und sehr aufschlußreichen Edition der Brautbriefe von Deutschlands letzter Kaiserin Auguste Victoria unter dem Titel "...wie immer Deine Dona" nun mit Donas (Auguste Victorias) jüngster Schwester Feodora beschäftigt. In der Geschichte hat diese schleswig-holsteinische Prinzessin keine großen Spuren hinterlassen, dafür allerdings gebührt ihr in der Literaturgeschichte ein Platz. Zwischen 1904 und 1910 verfaßte sie damals auch veröffentlichte Erzählungen, Romane und Gedichte von offenbar beachtlicher Qualität, wie die von Weiberg mit Geschick ausgewählten Beispiele verdeutlichen.
Im ersten Teil des vom Verlag ausgezeichnet gestalteten Buches zeichnet der Autor in verschiedenen Kapiteln das kurze Leben der Prinzessin nach, das in weiten Teilen ein Leben in zwei Welten, der höfisch-hochadligen und der künstlerischen, gewesen ist. Prinzessin Feodora war dabei offensichtlich keine gelangweilte junge Aristokratin, die mit ihrem Kunstinteresse die Zeit totschlagen wollte, sondern eine junge Frau, die als professionelle Künstlerin gelten und als solche wahrgenommen werden wollte. Interessant ist, daß sie dabei enge Kontakte zu den sehr modernen und teils antibürgerlichen Worpsweder Künstlern suchte und dort auch offenbar lebenslange Freundschaften fand. Breiteren Raum gewährt Weiberg auch der Krankheit der 1910 Verstorbenen; sie litt an Diabetes, einer Krankheit, die damals nur unzureichend behandelt werden konnte. Insgesamt gelingt es ihm, aus den sicherlich heute nicht mehr reich vorhandenen Fakten, eine kurzgefaßte Biographie zu präsentieren, der im zweiten Teil des Buches eine sehr anregende Werkauswahl aus der literarischen Produktion der Prinzessin folgt. Weibergs fundierte Kommentare ermöglichen es dem Leser, die Ausschnitte aus dem ½vre Prinzessin Feodoras in das zeitgenössische Schaffen einzuordnen und Einflüsse verschiedener Autoren zu erkennen. Wie ebenfalls in seinem Buch über die Verheiratung der Kaiserin Auguste Victoria rundet auch hier ein umfangreicher Anmerkungsapparat des Werk ab. Das vorliegende Buch schließt in der Tat eine Lücke in bezug auf Biographien von Angehörigen des deutschen Hochadels um 1900 und bringt eine längst vergessene Literatin von beachtlicher Qualität in Erinnerung.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 30. März 2009
Kundenrezensionen:
2. nach s (die aktuell angezeigte Rezension)
1. Ein kurzes Leben zwischen Literatur und kaiserlichem Glanz
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